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NEWS - 02.01.2019
NOTDIENST-KOOPERATION ab 02. Januar 2019

Liebe Patientenbesitzer,

hier noch einige Informationen zur Notdienstkooperation Tierklinik Egelsbach und Tierklinik Trillig:

Ab 02. Januar 2019 werden sich beide Kooperationspartner wochenweise im Wechsel nachts im Notdienst vertreten.

Die Tierklinik Egelsbach übernimmt alle ungeraden Kalenderwochen (im Kalender orange markiert).

Die geraden Kalenderwochen übernimmt die Tierklinik Trillig (im Kalender weiß markiert).

Der Wechsel findet immer sonntags um 19:00 Uhr statt.

Unsere aktuellen Öffnungszeiten bleiben dauerhaft bestehen:

Sprechstunde:
Montag bis Freitag 09:00 - 19:00 Uhr


Notdienst:
Montag bis Freitag 08:00 - 22:00 Uhr und
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10:00 - 19:00 Uhr


Zusätzlich zu diesen Öffnungszeiten sind wir in unseren Notdienstwochen (orange) für Notfälle folgendermaßen zu erreichen:
Montag bis Freitag 22:00 - 08:00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 19:00 - 10:00 Uhr



 

NEWS - 04.12.2018
NOTDIENST-KOOPERATION ab Januar 2019

Liebe Patientenbesitzer, liebe Kolleginnen und Kollegen,

aufgrund arbeitszeitgesetzlicher Vorgaben konnten wir seit einem halben Jahr keine 24 Stunden Notdienstbereitschaft anbieten. Wir hoffen nun, dass wir eine Lösung hierfür gefunden haben und freuen uns, Ihnen heute die

NOTDIENST-KOOPERATION
der Tierklinik Egelsbach und der Tierärztlichen Klinik Dr. Thomas Trillig


vorstellen zu können.

Ab Januar 2019
gehen beide Partner eine Kooperation ein, um eine 24-Stunden Notfallversorgung für Ihre und für unsere Patienten langfristig sicherzustellen.
Die Tierklinik Egelsbach und die Tierärztliche Klinik Dr. Trillig werden im Wechsel an sieben Tagen der Woche die Notfallversorgung übernehmen (an Werktagen von 22:00 bis 8:00, an Wochenenden und Feiertagen von 19:00 bis 10:00). Die Notfallversorgung wechselt wöchentlich (Sonntag-Samstag).

Sie erreichen beide Kliniken wie gewohnt unter:

Tierklinik Egelsbach:
0 61 03 / 2 45 83 und 0177 / 2 45 83 00

Tierärztliche Klinik Dr. Thomas Trillig:
0 61 04 / 7 54 70
https://www.tierklinik-trillig.de

Im Vertretungsfall erfahren Sie und Ihre Kunden auf dem geschalteten Ansageband, sowie auf den Internetseiten der beiden Kliniken, welche Klinik die nächtlichen Notfälle übernimmt. Tagsüber sind beide Kliniken weiterhin wie gewohnt für Notfälle erreichbar.

Wir sind überzeugt, durch diese Kooperation die Arbeit in unseren Kliniken wie bisher auf hohem Niveau tagsüber wie nachts leisten zu können. Durch die wechselnde Nachtdienstbereitschaft schaffen wir eine Entlastung unserer Ärzte und tiermedizinischen Fachangestellten ohne Einbußen im Hinblick auf die Notfallversorgung unserer Vierbeiner.

Die Kooperation wurde von der Landestierärztekammer Hessen genehmigt und basiert auf der gesetzlichen Grundlage des hessischen Heilberufsgesetzes und der Berufsordnung der LTK Hessen.

Für Fragen stehen Ihnen Herr Braun und Herr Dr. Trillig gerne zur Verfügung.

 

NEWS - 18.04.2017
Ab sofort steht uns das das MRT Esaote Vet-MR Grande zur Verfügung. Für weitere Informationen wenden sie sich gerne an uns!

Bei der Magnetresonanztomographie (MRT), oder Kernspintomographie, handelt es sich um ein Schnittbildverfahren, das im Gegensatz zur Computertomographie nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet.

Bei der Untersuchung im MRT ist das Tier daher keiner Strahlenbelastung ausgesetzt.

Da das Tier während der Untersuchung absolut still liegen muss, kann diese Untersuchung, ebenso wie die Computertomographie, nur unter Allgemeinanästhesie stattfinden. Hierbei steht ihr Tier selbstverständig die gesamte Narkosezeit unter vollständiger Überwachung.

Weiterführende Informationen: Magnetresonanztomographie

 

WICHTIGE INFORMATIONEN vom 27.01.2017
Impfung gegen die neue Virusvariante der Chinaseuche (RHDV2) mit dem deutschen Impfstoff ERAVAC

 

Liebe Kaninchenbesitzer,

seit letztem Jahr hat sich rasant eine neue Virusvariante der Chinaseuche (RHDV-2) in Deutschland verbreitet. Auch in unserer Region mussten wir viele Todesfälle bei Kaninchen bedauern. Da die meisten in Deutschland erhältlichen Impfungen gegen RHD nicht gegen diese neue Calicivirusvariante wirkten, haben wir letztes Jahr bereits Sammelimpfungen mit einem aus Frankreich importierten Impfstoff durchgeführt.

Seit Januar 2017 ist nun ein speziell gegen RHDV-2 wirksamer Impfstoff in Deutschland erhältlich (ERAVAC). Die Impfung ist ab einem Alter von 30 Tagen möglich, muss nach 6 Wochen aufgefrischt und dann halbjährlich wiederholt werden. Leider gibt es diesen Impfstoff nicht in Einzeltierdosen, so dass wir Ihnen Sammelimpftermine anbieten müssen.

Wir bieten Ihnen 2 Impftermine zur Auswahl an:

Mittwoch, 8. Februar 2017 (Auffrisch-Impfung Mittwoch, 22. März), je 18 Uhr
Donnerstag, 16. Februar 2017 (Auffrisch-Impfung Donnerstag, 30. März), je 18 Uhr


Eine gleichzeitige Impfung gegen RHDV-1 ist möglich, zur Impfung gegen Myxomatose raten wir jedoch einen Abstand von 2 Wochen einzuhalten.

Die verbindliche Anmeldung zu einem der Impftermine kann per E-Mail, telefonisch, oder direkt an der Anmeldung erfolgen. Wir bitten um Verständnis, dass wir nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen je Termin anbieten können.

Ihr Klinikteam

 

 

WICHTIGE INFORMATIONEN
Impfung gegen die neue Virusvariante der Chinaseuche (RHDV2)

 

Liebe Kaninchenbesitzer,

wir haben uns sehr über das rege Interesse an der Impfung gegen die neue Virusvariante der Chinaseuche (RHDV2) mittels des importierten Impfstoffes aus Frankreich gefreut. Mit großem Einsatz all unserer Teammitglieder war es uns möglich hunderte Kaninchen gegen diese Erkrankung zu schützen. Alle von uns importierten Impfdosen sind nun verbraucht. Da mittlerweile auch andere Tierärzte in unserer Region den Impfstoff importiert haben und Sammelimpftermine anbieten, haben wir uns dazu entschlossen keinen neuen Impfstoff zu bestellen, sondern bitten alle Kaninchenhalter, sich an die umliegenden Kollegen zu wenden.

Viele Grüße,
Ihr Klinikteam

 

 

WICHTIGE INFORMATIONEN
Neue Virusvariante der Chinaseuche (RHDV-2) bei Kaninchen

 

Liebe Kaninchenbesitzer,

sehr aktuell verbreitet sich rasant eine neue Virusvariante der Chinaseuche (RHDV-2) in Deutschland. Auch in unserer Region mussten wir schon viele Todesfälle bei Kaninchen bedauern.

Infizierte Kaninchen sterben meist sehr schnell ohne vorherige Krankheitsanzeichen. Teilweise zeigen die Tiere Fressunlust, erschwerte Atmung, hohes Fieber und blutigen Nasenausfluss. Das Virus wird vor allem durch direkten Kontakt übertragen, jedoch ist auch eine Infektion über Vektoren (z.B. Mückenstiche) möglich. Somit sind sowohl Tiere in Freilandhaltung, als auch in Wohnungen potentiell ansteckungsgefährdet.

Leider schützen die meisten in Deutschland erhältlichen Impfungen gegen RHD nicht, oder nur unzureichend gegen diese neue Calicivirusvariante. Daher importieren wir eine begrenzte Menge eines französischen Impfstoffs (Filavac VHD K C+V), der sowohl gegen RHDV-1, als auch RHDV-2 Schutz bietet.

Vor der Bestellung bitten wir zur besseren Planung dringend darum, dass sich interessierte Kaninchenhalter zeitnah bei uns in der Klinik melden und die Anzahl der zur impfenden Tiere verbindlich mitteilen. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffes können wir nur eine Impfung angemeldeter Tiere garantieren. Weiterhin bitten wir Sie um Verständnis, dass aufgrund der sehr begrenzten Haltbarkeit des Impfstoffes, der Impftermin von der Klinik gewählt werden muss und nicht auf individuelle Wünsche eingegangen werden kann. Der voraussichtliche Termin wird Ende Juli/Anfang August 2016 sein.

Ihr Klinikteam

 

 

FALL DES MONATS: FEBRUAR
Das Zwergkaninchen Benji

 

Das 4 Monate alte Zwergkaninchen "Benji" wurde in der Klinik vorgestellt, weil der Besitzerin aufgefallen war, dass er weniger Heu frisst, nicht mehr so bewegungsfreudig ist, beim Urinabsatz in die Hocke geht und rötlichen Harn absetzt.

In einer Urinuntersuchung wurden viele Entzündungszellen, rote Blutkörperchen und Kristalle gefunden. Im Röntgenbild mussten wir feststellen, dass sich ein 9 mm großer Stein in der Harnröhre befand, welcher im Bereich des Beckens steckte.

Die Besitzer berichteten, dass sie für eine kurze Zeit einen Kalkstein im Gehege angeboten hatten. Diesen hatten Sie im Zoofachhandel gekauft, da „Benjis“ Schwester eine angeborene Zahnfehlstellung hatte. Wahrscheinlich hat die übermäßige Kalziumaufnahme die Bildung des Harnröhrensteins verursacht. Zudem sind Nagesteine auch für Kaninchen mit Zahnerkrankungen leider nicht nützlich.

Der Stein war leider so groß, dass er sich nicht mit einem Harnkatheter in die Harnblase zurückschieben ließ. Da der Stein aber auch relativ weit von der Penisspitze entfernt war, wäre es auch nicht möglich gewesen, ihn ohne einen sehr großen und risikoreichen Eingriff zu entfernen. Weil der Stein die Harnröhre noch nicht komplett verschlossen hatte, entschieden wir uns dazu, eine Therapie mit Medikamenten zu versuchen. Er bekam ein Antibiotikum, Schmerzmittel und Entzündungshemmer, sowie ein Medikament zum Auflösen von Kristallen. Knapp drei Wochen nach der Diagnose wurden die Mühen belohnt: er schaffte es, den Stein mit dem Urin abzusetzen. Wir freuen uns sehr und hoffen, dass "Benji" nun hoffentlich noch ein langes Kaninchenleben vor sich hat.

 

 

IMMER AKTUELL
Blutspendeaktion für Hunde
 
Nach Unfällen, Operationen oder schweren Erkrankungen kann eine Bluttransfusion für Hunde lebensrettend sein. Wir als Tierärzte sind deshalb darauf angewiesen in solchen Fällen Spenderblut zur Verfügung zu haben.
 
Wenn Ihr Hund

  • zwischen 1 und 10 Jahre alt ist
  • mindestens 20 kg wiegt
  • regelmäßig geimpft und entwurmt wurde
  • keine Behandlung mit Medikamenten oder Bluttransfusion erhalten hat
  • keine Auslandsaufenthalte hatte
  • und die letzten 3 Monate kein Blut gespendet hat

ist er als Spender geeignet und kann so einen wichtigen Beitrag zur Rettung eines Lebens leisten.

 

Bei Interesse wenden Sie sich bitte telefonisch an Denise Hildebrandt: 0 61 03 / 2 45 83.
Sie spricht die weitere Vorgehensweise mit Ihnen ab und notiert Ihre Telefonnummer sowie alle anderen wichtigen Daten, damit wir diese in unsere Blutdatenbank eintragen können. Im Bedarfsfall melden wir uns bei Ihnen.

 

FALL DES MONATS: DEZEMBER
Das Lappenchamäleon Nala

 

Nala, ein einjähriges Lappenchamäleon (Chamaeleo dilepsis) wurde aufgrund eines bereits vorbehandelten, immer wiederkehrenden Abszesses im Gaumen vorgestellt. Die Besitzer berichteten, dass sie zeitweise das Maul weit aufreißt. Im Röntgen sah die Lunge glücklicherweise gut aus. Die bakteriologische Untersuchung einer Tupferprobe ergab jedoch eine Infektion mit Keimen, gegen die nur noch sehr wenige Antibiotika wirksam waren und in der zytologischen Untersuchung der ca. 4 mm großen Schwellung konnte ein Tumor nicht ausgeschlossen werden.

Darum wurde Nala in Narkose gelegt und der Abszess und das veränderte umliegende Gewebe komplett entfernt. Zusätzlich bekam sie Infusion, Antibiotikum und Schmerzmittel. Das tapfere Chamäleonmädchen verkraftete die Operation super, und wir haben uns sehr gefreut, dass es ihr in den nächsten 2 Wochen zusehends besser ging und die Wunde langsam zuheilte.

3 Wochen nach der Operation wurde Nala notfallmäßig wieder vorgestellt, da sie mehrmals ihre Zunge ausgewürgt hatte. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass sie ihre Zunge verschluckt hatte (siehe Bild). Darum wurde sie nach Stabilisierung sofort narkotisiert und notoperiert. Nachdem die Zunge aus dem Magen reponiert worden war, mussten wir leider feststellen, dass die Schädigung des Gewebes bereits sehr stark war. Darum wurde die Zunge amputiert.

Nach der Operation war Nala zunächst sehr schlapp und blieb darum sicherheitshalber noch einen Tag in der Klinik. Dann wurde sie mit Antibiotika und Schmerzmittel entlassen. In den ersten 2 Wochen war der Zungenrest noch stark mitgenommen und Nala wollte keine Heimchen fressen. Darum wurde sie mit einer Flüssigkeit ernährt. Nach dieser schwierigen Zeit sieht die Wunde nun zusehends besser aus und Nala macht einen munteren Eindruck. Sie kann zwar nie wieder Futtertiere schießen, lernt aber langsam wie eine normale Echse Futtertiere aufzunehmen und mit dem verbliebenen Rest der Zunge abzuschlucken.

Es kommt leider gar nicht so selten vor, dass Chamäleons ihre Zunge verschlucken. In den meisten Fällen ist die Ursache in Haltungs- oder Ernährungsmängeln (Vitamine, Mineralstoffe) dieser anspruchsvollen Schützlinge zu suchen. Auch Fehlschüsse kommen als Ursache in Frage. Leider werden auch viele Chamäleons mittels Pinzette gefüttert. Dies kann zu Zungenschädigungen mit Muskelfaserrissen und nachfolgend o.g. Symptomatik führen. In unserem Fall konnten wir all diese Gründe ausschließen, weshalb wir davon ausgehen, dass die langwierige Infektion in der Maulhöhle die Ursache gewesen ist.

Wir freuen uns sehr, dass es unserem Sorgenkind nach dieser langen Krankheitsgeschichte nun endlich besser geht und wünschen weiterhin eine gute Genesung.

 

 

FALL DES MONATS: MAI
Freigänger-Katzen

 

Zu dieser Jahreszeit wird vielen Katzen das erste Mal oder erneut Freigang gewährt.
Unerfahrene Tiere werden schnell in einen Autounfall verwickelt. Manche können sich noch nach Hause retten, andere werden von tierlieben Mitmenschen gefunden und in unsere Tierklinik gebracht.
Leider kommt es häufig vor, dass Tiere keine Kennzeichnung, wie einen Chip oder eine Tätowierung haben. Die Besitzer können daher oft nicht ausfindig gemacht werden.
Nach einer Kollision mit einem Auto ist die Folge oft eine Fraktur, die in den meisten Fällen chirurgisch versorgt werden muss.

Hier möchten wir Ihnen 3 Fälle vorstellen:

 

1.
Die 10 Monate alte Kätzin Chanel kam abends mit einer Lahmheit der linken Hintergliedmaßen nach Hause.
Die röntgenologische Untersuchung zeigte eine Epiphysenfraktur der distalen Tibia und eine Fraktur der Fibula. Auf den beiden Bildern sehen Sie die Frakturen vor und nach der Operation, sie wurden mittels 3 Kirschner Bohrdrähten versorgt.

 

2.
Kater Hootch, 2 Jahre alt, galt 1 Jahr als vermisst als die Besitzerin einen Anruf eines Tierarztes erhielt. Er wurde aufgrund einer Lahmheit aufgegriffen und vorstellig.
Glücklicherweise war Hootch gekennzeichnet und bei Tasso registriert, sodass seine Besitzer sofort informiert werden konnten. Er hatte eine durch einen Autounfall verursachte Beckenfraktur. Diese musste mit einer Platte und 4 Schrauben stabilisiert werden.

 

3.
Mayles, ein einjähriger Kater, ist aus dem 1. Stock gefallen. Die Untersuchung und Anfertigung von digitalen Röntgenbildern zeigte ein frakturiertes Olecranon (Ellenbogenfortsatz) und eine subtrochleare Absprengfraktur des Processus coronoideus lateralis und medialis (Knochenvorsprung der Elle).
Die Absprengfraktur wurde mit einer Fix In Platte und das frakturierte Olecranon mittels Zuggurtung versorgt, wie die Röntgenbilder zeigen.

 

Da auch Wohnungskatzen hin und wieder durch Haustüren abhauen oder aus zum Beispiel offenen Fenstern stürzen können, ist es wichtig, auch diese zu kennzeichnen. So können schnell die Besitzer ausfindig gemacht werden und über den aktuellen Krankheitszustand aufgeklärt werden.

Daher geht hier der Appell an Sie:
Bitte kennzeichnen Sie Ihre Tiere, egal ob Sie reine Wohnungstiere oder Freigänger sind, da in letzter Zeit gehäuft Tiere, teilweise auch verletzte, ohne jegliche Kennzeichnung gefunden und abgegeben werden.

 

FALL DES MONATS: APRIL
Der 3 jährige Kater "Eddi"

 

Eddi, ein dreijähriger kastrierter Kater, kam mit röchelnden Atemgeräuschen und Schaum vor dem Maul zu uns in den Notdienst. Die Besitzerin hatte den Familienkater dabei erwischt, wie er den Müll plünderte, in dem sich Hühnerknochen vom Abendessen befanden. Der Verdacht lag nahe, dass Eddi Knochen verschluckt haben könnte, die nun in seinem Hals festhingen.

In der Allgemeinuntersuchung fiel sofort auf, dass Eddi große Schmerzen im Bereich des Kehlkopfes hatte.
Es wurde unverzüglich eine Röntgenaufnahme angefertigt, um zu sehen, ob sich knöcherne Strukturen im Hals des Katers darstellen ließen. Tatsächlich konnte man diese auf den Bildern gut nachvollziehen.

Es blieb uns keine andere Wahl, als das nach Luft ringende Tier unverzüglich in Narkose zu legen, um den Hühnerknochen zu entfernen.
Dies ging mit großen Risiken einher, da eine Intubation zur künstlichen Beatmung aufgrund von Platzmangel in dem schmalen Katzenrachen nicht möglich war. Weiterhin war das Risiko für Verletzungen im Halsbereich durch die manuelle Entfernung des spitzen Knochens sehr groß.

Zu unserer Erleichterung gelang die Entfernung des Knochens ohne Probleme mittels einer kleinen Fasszange. Es war von Glück zu sagen, dass der Knochen nicht weiter nach unten gerutscht und sich so leicht von außen fassen ließ.

Eddi wurde mit Antibiotikum und Schmerzmittel versorgt, bevor er in seiner Box ausschlafen durfte.
Als er schließlich wieder erwachte, war er wieder ganz der Alte und konnte ohne Schmerzen oder Atemnot seine gewohnten Streicheleinheiten einfordern.

Am Folgetag wurde Eddi entlassen und seine Zweibeiner werden in Zukunft ganz besonders auf die Sicherung ihres Bioabfalles achten.

In Eddis Fall wendete sich Alles zum Guten und die Geschichte fand ein glückliches Ende für alle Beteiligten. Das Abschlucken oder Zerkauen von Hühnerknochen kann jedoch für Hund und Katze zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden. Neben der Verlegung der Speiseröhre, können spitze Knochensplitter auch im Magen-Darm-Trakt zu schweren Verletzungen führen und im schlimmsten Falle zum Tode des geliebten Vierbeiners führen.

Daher unser Appell an Sie: Bitte verfüttern sie keine Geflügelknochen und achten sie immer darauf, Abfälle für Ihre Haustiere unerreichbar aufzubewahren.

 

 

FALL DES MONATS: MÄRZ
Der 5 jährige Appenzeller Sennenhund "Marlo"

 

Die Besitzerin des fünfjährigen Appenzeller Sennenhundes "Marlo" rief bei uns an, weil der Rüde mit seinem Unterkiefer in einem Rindermarkknochen feststeckte.

Beim Knabbern und Spielen mit der vermeintlichen Leckerei hatte er sich den hohlen Knochen so unglücklich über seinen Unterkiefer gestülpt, dass der Knochen hinter beiden Fangzähnen festhing und weder vor noch zurück ging. Trotz aller Bemühungen war der Knochen nicht mehr zu lösen.

Bei uns in der Klinik angekommen, versuchten wir zunächst ebenfalls den Knochen im richtigen Winkel, mit etwas Geschick und genügend Gleitgel wieder zurück über die Fangzähne zu schieben.

Jedoch leider ohne Erfolg. So entscheid man sich den Knochen mit einer speziellen Knochensäge, die wir sonst beispielsweise für chirurgische Eingriffe an Knien verwenden, aufzusägen um Marlo zu befreien.

Da es sehr wichtig ist, dass der Hund dabei ruhig hält um ungewollte Verletzung an Lefze, Zunge oder Zahnfleisch zu vermeiden, musste Marlo eine Kurznarkose bekommen.

Das Aufsägen selbst war innerhalb kurzer Zeit erledigt und Marlo durfte im Beisein von Frauchen wieder aufwachen. Marlo hat keine Schäden von dem Vorfall davongetragen.

Wir raten allerdings dazu Hunden keine Markknochen als Leckerchen oder zum Spielen zu geben und auf keinen Fall wenn sie nicht unter Aufsicht sind.

Abgesehen davon, dass jeder Hund mit seinem Unterkiefer in einem entsprechend großen Knochen stecken bleiben kann, kann das fettige Mark im Knocheninneren empfindliche Mägen reizen, wodurch es zu Durchfall oder Erbrechen kommen kann.

All das lässt sich einfach vermeiden, indem man seinen Vierbeiner mit anderen Leckereien verwöhnt und belohnt. Sie werden es Ihnen danken.

 

 

FALL DES MONATS: FEBRUAR
Die 3 jährige französische Bulldogge "Dave"

 

Die 3 jährige französische Bulldogge "Dave", wurde im Sommer 2014 in der Tierherberge Egelsbach abgegeben, da seine Besitzer nicht mit ihm in eine neue Wohnung umziehen konnten.

Der Bulldoggenrüde hatte von Anfang an mit einigen körperliche Einschränkungen zu kämpfen.

Er bekam schlecht Luft beim Einatmen und seine Atmung verursachte laute, röchelnde Geräusche. Dadurch kam er selbst in der Nacht nur wenig zur Ruhe und wechselte ständig zwischen verschiedenen Plätzen.

Da seine Beschwerden noch zunahmen wenn er sich auf die Seite legte, konnte Dave nur auf der Brust schlafen. An lange, ausgiebige Spaziergänge sowie wildes, hundetypisches Toben war nicht zu denken.

Schnell wurden die engagierten Mitarbeiter der Tierherberge tätig und stellten Dave in unserer Sprechstunde vor.

Nach einer Allgemeinuntersuchung war relativ schnell klar, dass Daves Atembeschwerden durch seinen rassetypischen, kurzen Schädel verursacht werden. In diesem kurzen Schädel haben die anatomischen Strukturen, die für eine normale Atmung nötig sind meist nicht genügend Platz. Die Nasenlöcher sind zu eng, sodass ein normaler Luftstrom nicht möglich ist. Die Zunge und das weiche Gaumensegel ist meist zu groß für das kurze Maul und verlegen noch zusätzlich die Atemwege. Diese Problematik wird durch Hecheln noch verstärkt (z.B. bei Hitze oder Toben).

Anschließend wurden Röntgenaufnahmen von Daves Thorax (Brustkorb) angefertigt. Diese Bilder erlaubten es weitere Ursachen für seine Atemnot auszuschließen.

Nach diesen eingehenden Untersuchungen stand die Diagnose fest. Dave leidet am sogenannten "Brachycephalen Syndrom". Dieser Begriff beschreibt die Sammlung körperlicher Beeinträchtigungen, die aufgrund der kurzen Schädelform und der kurzen Nase bei bestimmten Rassen auftreten.

Sehr häufig betroffen sind Hunderassen wie englische und französische Bulldoggen, Möpse und Boston Terrier. Und immer noch überproportional häufig weisen Rassen wie Shi-Tzu und Pekinesen brachycephale Krankheitsmerkmale auf. Auch bei Katzenrassen, z.B. Persern, sind Symptome dieser Art zu finden.

In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung geht die Atemnot so weit, dass es zu Sauerstoffmangel im Blut kommt und die Hunde kollabieren.

Nun stellte sich allerdings die Frage wie man ihm am besten Erleichterung beim Atmen verschafft. Da sich die medikamentöse Behandlung des brachycephalen Syndroms lediglich auf die symptomatische Behandlung der Atemnot in Notfallsituationen beschränkt, sich aber nicht als Dauertherapie eignet, musste Dave operiert werden.

In Narkose fand eine CT-Untersuchung des Kopfes statt um genau beurteilen zu können wie stark verändert die anatomischen Strukturen waren. Man sah unter anderem Daves "hypertrophe" Nasenschleimhaut, was bedeutet, dass er viel zu viel Schleimhaut in der Nase hatte, die das Einströmen ausreichend großer Mengen Atemluft zusätzlich. Ein Problem, das mit der Zeit entsteht und schlimmer wird. Ursächlich dafür ist, dass betroffene Hunde durch die verengten Atemwege viel angestrengter einatmen müssen. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der die Schleimhaut immer mehr anschwellen lässt.

Anschließend wurde Daves hypertrophes, also viel zu großes weiches Gaumensegel auf ca. 1/3 seiner ursprünglichen Größe gekürzt.

Nachdem einige Kontrolluntersuchungen während der nächsten Wochen zeigten, dass sich Dave gut von dem operativen Eingriff erholte und seine röchelnden Atemgeräusche weniger wurden, entschied man sich ihm noch mit einem weiteren Eingriff Erleichterung beim Atmen zu verschaffen.

So wurde Dave ca. 8 Wochen nach dem ersten Eingriff erneut in Narkose gelegt und seine viel zu engen Nasenlöcher wurden erweitert, damit er besser Luft bekommt.

Heute geht es ihm seiner Situation entsprechend gut. Er hat sich von den Eingriffen gut erholt. Und macht sich gut auf seiner Pflegestelle. Ein Zuhause sucht er nach wie vor.

Daves Geschichte erzählt einerseits von der engagierten Tierschutzarbeit der Tierherberge Egelsbach, die nur beispielshaft für die Tierschutzarbeit generell steht.

Außerdem ist es aber auch die Leidensgeschichte eines extremen Rassestandards, dessen man sich bewusst sein sollte wenn man darüber nachdenkt einen kurznasigen Hund Teil der Familie werden zu lassen. Man sollte sich in jedem Fall einen vertrauenswürdigen Züchter suchen der mit gesunden Elterntieren mit relativ langen Nasen züchtet, damit der eigene Vierbeiner nicht die Geschichte von Dave nacherzählen muss.

Weitere Informationen zum brachycephalen Syndrom erhalten Sie hier: Das Brachycephale Syndrom
Weitere Informationen über die Tierherberge in Egelsbach und über Bulldogge Dave erhalten Sie hier: Tierherberge Egelsbach

 

 

FALL DES MONATS: DEZEMBER
Der Rüde "Bamboo"

 

Der Rüde Bamboo wurde von seinen aufmerksamen Besitzern zu uns gebracht, weil er tagsüber matter war als sonst, nicht fressen wollte und ihnen blassen Maulschleimhäute aufgefallen waren.

Als Bamboo bei uns ankam war er nicht mehr geh- und stehfähig. Er befand sich in einem Schockzustand. Während der Schockzustand mit Infusionstherapie behandelt wurde ergaben die Blutuntersuchungen, dass Bamboo Blut verlor. Da wir weder äußere Verletzungen feststellen konnten, noch ein Trauma (Autounfall oder ähnliches) bekannt war, wurde eine Ultraschalluntersuchung des Bauches durchgeführt, in der aber keine Hinweise für freie Flüssigkeit (durch Blutung in die Bauchhöhle)festgestellt werden konnte. Eine Röntgen- und Ultraschalluntersuchung des Brustkorbes zeigte uns, dass Bamboo in die Lunge und den Brustkorb (Hämothorax) blutete. Da kein Autounfall oder ein ähnliches Trauma bekannt war und auch wir keinerlei sonstige Verletzung, wie zum Beispiel Rippenfrakturen oder Hämatome (Blutergüsse) feststellen konnten, erhärtete sich der Verdacht einer gestörten Blutgerinnung. Die entsprechende Blutuntersuchung auf Gerinnung des Blutes ergab bei Bamboo eine hochgradige verzögerte Gerinnungszeit, das heißt eine adäquate Blutgerinnung konnte nicht mehr stattfinden.

Die häufigste Ursache für eine aufgehobene Blutgerinnung ist eine Aufnahme von Rattengift. Typisch für eine Rattengiftvergiftung ist, dass die Symptome erst einige Tage bis zu einer Woche nach der Giftstoffaufnahme auftreten können. Die gestörte Blutgerinnung kann mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Bamboo erhielt dieses Medikament zunächst intravenös damit es schnellstmöglich wirken kann. Aufgrund einer deutlichen Tachypnoe (beschleunigte Atmung) punktierten wir den Hämothorax und ließen das freie Blut ab, woraufhin sich die Atmung stabilisierte. Da er bereits zu viel Blut verloren hatte, erhielt er zusätzlich eine Bluttransfusion. Am nächsten Tag war die Blutgerinnung wieder in der Norm. Auch die Blutung in den Brustkorb kam zu Stehen. Nach einer weiteren Bluttransfusion war Bamboo auch schon wieder ganz der Alte und konnte nach einigen Tagen entlassen werden. Wichtig ist die Verabreichung des Medikamentes über 3 Wochen (in Tabletten- oder Tropfenform), da Rattengift so lange im Körper wirken kann. 48 Stunden nach Absetzen der Medikamente erfolgt eine erneute Kontrolle der Blutgerinnung.

Damit es erst gar nicht zu einer Rattengiftvergiftung kommen kann, sollte man den Hund immer unverzüglich nach Aufnahme unbekannter Substanzen in Wald, Feld und Wiese einem Tierarzt vorstellen. Innerhalb 2 Stunden nach Aufnahme kann durch medikamentell ausgelöstes Erbrechen verhindert werden, dass das Gift in den Blutkreislauf aufgenommen wird.

Fakt ist: ohne Blutspender hätten wir Bamboo defintiv nicht so gut helfen können! Deswegen suchen wir immer wieder neue Blutspender. Die Voraussetzungen sind nicht schwer: die ausgewachsenen Hund müssen über 20Kg wiegen und dürfen noch nie im Ausland gewesen sein. Während der Spende müssen sie ca 20 Minuten ruhig auf der Seite liegen, wobei Herrchen oder Frauchen natürlich immer am Kopf sein dürfen. Und nach der Spende gibt´s sogar eine große Portion Futter. Nachteile gibt es für den Spender keine - im Gegenteil, neben einer kostenlosen Blutuntersuchung gibt es sogar die nächste Impfung umsonst.

Also, bei Interesse bitte melden, damit wir Ihren Hund in unsere Spendenkartei aufnehmen und so bei Bedarf mehr Hunden wie Bamboo helfen können!

 

 

FALL DES MONATS: NOVEMBER
Der 2-jährige Chihuahua Rüde "Rambo"

 

Rambo wurde vorgestellt, da er sich an den vorweihnachtlichen Einkäufen seiner Besitzer bedient und fast eine ganze Tafel Zartbitterschokolade gefressen hatte.

In der Allgemeinuntersuchung zeigte Rambo eine leicht erhöhte Atem- und Herzfrequenz, war aber sonst unauffällig. Es war vermutlich der schnellen Reaktion der Besitzer zu verdanken, dass Rambo keine schlimmere Symptomatik entwickelte, da sich diese erst 4-5 Stunden nach Aufnahme der Schokolade einstellt.

Betroffene Tiere sind oft rastlos, zeigen ein Zittern der Muskulatur und Krämpfe. Die Ausprägung der Krankheitsanzeichen ist stark abhängig von der Menge des aufgenommenen Giftstoffes, des sogenannten Theobromins. Für einen so kleinen Hund wie Rambo reichen 100g einer sehr dunklen Schokolade aus, um in eine lebensbedrohliche Situation zu gelangen. Generell gilt: Je dunkler die Schokolade, desto höher ist der Anteil des gefährlichen Stoffes Theobromin.

Ein Gegengift existiert leider nicht, sodass den Tieren lediglich durch eine symptomatische Therapie geholfen werden kann. Ist die Aufnahme erst wenige Stunden her, besteht die wichtigste Maßnahme im Erbrechen lassen der Patienten, sodass das Gift erst gar nicht in den Organismus gelangen kann. Aktivkohle, die oral verabreicht wird, bindet die restliche Schokolade und verhindert so die weitere Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt. Darüber hinaus hilft eine Infusion dabei, das Theobromin rasch aus dem Körper zu spülen und den Kreislauf des Patienten zu stabilisieren. Antiarrhytmische Medikamente können zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden und gegebenenfalls ist es wichtig die Krämpfe des Tieres mit intravenöser Gabe von Valium zu lindern.

Da Rambos Besitzer die Aufnahme beobachtet und sofort reagiert hatten, konnte durch Auslösen von Erbrechen und Gabe von Aktivkohle Schlimmeres verhindert werden. Bei der Kontrolle am Folgetag ging es ihm bestens und sowohl der kleine Chihuahua als auch seine Besitzer kamen mit dem Schrecken davon.

Nicht nur Tafelschokolade, auch Pralinen, Kuchen oder ähnliches mit hohem Anteil an dunkler Schokolade können bei unseren Vierbeinern Vergiftungen hervorrufen. Wir bitten Sie deshalb ganz besonders in der vorweihnachtlichen Zeit gut darauf zu achten, dass es nicht zu solch einer Aufnahme kommt.

 

 

FALL DES MONATS: OKTOBER
Die 2-jährige Hauskatze "Sunny"

 

Sunny, jeden Tag auf der Suche nach "Beute", stieß den Nähkorb ihrer Besitzerin vom Schrank und untersuchte spielerisch dessen Inhalt. Die aufmerksame Besitzerin bemerkte unmittelbar den Verlust einer Nähnadel mit anhängendem Stück Garn. Ein kurzer Anruf in der Tierklinik kündigte Sunny an.

Sunny zeigte bei der Untersuchung keine klinischen Auffälligkeiten. Die sofort angefertigten Röntgenbilder dokumentierten, dass sich eine ca. 4 cm lange Nadel im Magen befand und eine operative Entfernung unumgänglich war. In Narkose eröffneten wir zunächst die Bauchdecke, dann den Magen und entwickelten die Nadel samt Faden. Glücklicherweise war es noch nicht zu einer Verletzung (Perforation) der Magenwand gekommen. Eine Perforation führt meist zu einer gefährlichen Bauchfellentzündung, bedingt durch Austritt von Mageninhalt in die Bauchhöhle.
Zur überwachung und Stabilisierung nahmen wir Sunny nach der Operation stationäre auf. Nach wenigen Tagen konnte sie bei gutem Allgemeinbefinden mit Antibiose, Schmerzmittel und Schonkost entlassen werden.
Es war Sunnys Glück, dass sie unter Beobachtung stand und ihre Besitzerin prompt reagierte. Leider wird Sunny durch dieses Erlebnis keinen Lerneffekt bei der Spielzeugsuche haben. Auch für die Zukunft wird es ratsam sein, immer ein wachsames Auge auf sie zu haben.

Nadel-Faden-Kombinationen werden von Katzen sehr gerne als Spielzeug benutzt. Dabei kann es sowohl zum Verschlucken als auch zur Inhalation des Fremdkörpers kommen. Nicht selten finden wir Faden mit oder auch ohne Nadel im Schlund, im Kehlkopf, in der Luftröhre, in der Speiseröhre, oder wie in diesem Fall im Magen-Darm-Trakt. Eine Nadel im Tierkörper, egal an welcher Stelle, ist immer eine Notsituation. Denn diese kann zur Perforation angrenzender Organe und so zu lebensbedrohlichen Verletzungen führen.

Diverse Objekte können im Verdauungstrakt zum linearen Fremdkörper werden (z.B. Schnüre, Garn, Wolle, Stoff). So kann es bedingt durch die Peristaltikwellen zu einer Auffädelung des Darms kommen und schließlich zum Einschneiden des Fremdkörpers mit Perforation der Darmwand.

Sollte der Verdacht bestehen, dass ihr Tier einen Fremdkörper aufgenommen haben könnte, konsultieren sie bitte einen Tierarzt. Eine gezielte Untersuchung und Diagnostik kann Leben retten!

 

 

FALL DES MONATS: SEPTEMBER
Angeborene Zwerchfellshernie

 

Am 29. Juli wurde die 1jährige Rauhaardackelhündin "Jessi" wegen plötzlich aufgetretener Atemnot bei uns in der Klinik vorgestellt.

Ein Trauma war nicht bekannt und Jessi war den Besitzern vorher auch nicht "kränklich" aufgefallen.

Jessi atmete sehr schnell, angestrengt und oberflächlich, wollte sich nicht mehr hinlegen und war kaum zu beruhigen.

Auf dem angefertigten Röntgenbild war zu sehen, dass keine klare Trennung zwischen Brust- und Bauchraum bestand und Bauchorgane (Magen und Darmanteile) in die Brusthöhle verlagert waren. Der Verdacht einer angeborenen Zwerchfellshernie (angeborener mangelhafter Ausbildung des Zwerchfells als Trennung zwischen Brust- und Bauchhöhle) lag nahe. Da der Magen immer weiter aufgaste, wurde die Lunge immer stärker komprimiert und Jessis Atemnot verschlimmerte sich von Minute zu Minute. Eine sofortige Notoperation war nötig, um die kleine Dackeldame zu retten.

Der in die Brusthöhle vorgefallene Magen und die Dünndarmanteile wurden während der Operation in die Bauchhöhle zurückverlagert und das angeborene Loch im Zwerchfell verschlossen. Mit einer in den Brustkorb eingelegten Drainage wurde der für die Atmung nötige Unterdruck wieder hergestellt. Jessi wurde noch ein paar Tage intensiv überwacht und konnte dann munter und fidel in die Obhut ihrer Besitzer entlassen werden.

Zwerchfellshernien können, wie bei Jessi, angeboren sein und verursachen oft jahrelang keine klinischen Symptome. Manchmal sind sie sogar "Zufallsbefunde". Viel häufiger treten Zwerchfellshernien als Folge eines Traumas (z.B. Autounfall oder Sturz aus größerer Höhe) - als sogenannter Zwerchfellsriß - auf. Die auftretenden Symptome (v.a. erschwerte Atmung) sind abhängig davon, wie groß der entstandene Riß oder die angeborene öffnung im Zwerchfell ist und wie stark die Lunge durch in die Brusthöhle vorgefallene Bauchorgane komprimiert wird. In der Regel muss gerade bei einem frisch verunfallten Tier der Patient erst einmal stabilisiert werden (Schockbehandlung), um das Risiko einer Narkose und OP zu minimieren. Auch beim stabilisierten Patienten bedeutet der Eingriff mit Eröffnung zweier großer Körperhöhlen aber grundsätzlich ein erhöhtes Risiko. Besteht akute Lebensgefahr, weil der Magen in die Brusthöhle vorgefallen ist und aufgast, wie dies bei Jessi der Fall war, ist eine Notoperation allerdings unumgänglich.

 

 

FALL DES MONATS: AUGUST
Canine Anaplasmose

 

Die Mischlingshündin Lilly wurde am 14.7.2014 in unserer Klinik wegen Schwäche und Fieber vorstellig.

Vorberichtlich war sie bereits seit 1 Woche beim Haustierarzt mit einem Fiebersenker und einem Antibiotikum behandelt worden, was aber keinen Erfolg brachte.

Im Sommer 2013 war Lilly mit ihrem Frauchen in Spanien in Urlaub. Zu Hause in Deutschland hat sie immer mal wieder einen Zeckenbefall gehabt.

Die klinische Untersuchung verlief bis auf das Fieber mit einer Temperatur von 40,8°C (Normaltemperatur Hund 38,0°C – 39,0°C) unauffällig. Auch die Röntgenbilder von Brustkorb und Bauchraum waren unauffällig. In der Blutuntersuchung konnte eine Thrombozytopenie (verminderte Anzahl der Blutplättchen) festgestellt werden. Auch in dem zusätzlich angefertigten Blutausstrich ließ sie eine Thrombozytopenie beweisen.

Thrombozyten sind für die erste Phase der Blutgerinnung nötig, deshalb weisen Hunde mit einer Thrombozytopenie normalerweise minimal kleine Blutungsstellen in der Haut oder auch den Schleimhäuten auf (sog. Petechien). Bei Lilly waren zu diesem Zeitpunkt diese Symptome nicht festzustellen. Trotzdem wurde Lilly aufgrund der erhöhten Blutungsgefahr stationär aufgenommen und mit sehr viel Umsicht behandelt. Zusätzlich konnte mit einer genau auf sie eingestellten Infusionstherapie das Fieber schnell gesenkt werden.

Eine häufige Ursache für eine Thrombozytopenie in Verbindung mit Fieber ist die sogenannte Anaplasmose. Diese Erkrankung wird durch ein intrazellulär lebendes Bakterium ausgelöst: Anaplasma phagocytophilum. Übertragen wird dieses Bakterium durch Zecken (Ixodes Rhicinus – oder auch der gemeine Holzbock genannt). Die beste Prophylaxe ist daher ein guter Zeckenschutz!

Die sicherste Diagnose wird mittels einer Blutuntersuchung in einem Fremdlabor gestellt. Hier werden direkt Bestandteile dieser Bakterien im Blut der Hunde nachgewiesen (PCR-Untersuchung). Der Antikörpernachweis ist im Vergleich dazu unspezifischer, da dieser nur aussagt, dass der Hund irgendwann einmal Kontakt mit diesem Erreger hatte, aber nicht, ob es mit der aktuellen Symptomatik zusammenhängt.

Bei Lilly wurde eine PCR-Untersuchung auf Anaplasmen eingeleitet und ergab einen positiven Befund.

Die Therapie der caninen Anaplasmose besteht in einer vierwöchigen Gabe eines speziellen Antibiotikums.

Nach der vierwöchigen Therapie sollte eine erneute Blutuntersuchung durchgeführt werden, um sicher zu sein, dass alle Bakterien vernichtet worden sind. Ist dies der Fall gilt der Hund als geheilt.

Bei Lilly steht dieses Ergebnis zwar noch aus, aber aktuell geht es ihr unter der Antibiotikumtherapie so gut dass wir guter Zuversicht sind, dass auch sie bald als geheilt gilt. Mit einem zuverlässigen Zeckenschutz sollte auch eine erneute Infektion ausgeschlossen sein.

 

 

FALL DES MONATS: JULI
Kreislaufkollaps durch Überhitzung

 

Die Französische Bulldogge "Lina" wurde von ihrem Frauchen an einem warmen Tag im geparkten Auto gelassen. Obwohl der Einkauf im Supermarkt weniger als eine halbe Stunde dauerte und alle Fenster einen Spalt breit geöffnet blieben, musste "Lina" als Notfall bei uns versorgt werden.

 

Der Innenraum des Autos hatte sich binnen kurzer Zeit so stark aufgeheizt, dass die geringe Luftzirkulation nicht ausreichte. Da Hunde nur sehr wenige Schweißdrüsen besitzen und ihre Thermoregulation fast ausschließlich durch Hecheln bewerkstelligen, konnte sich "Lina" nicht ausreichend abkühlen und ihre Körpertemperatur stieg innerhalb kürzester Zeit auf fast 41 °C. Gerade bei Bulldoggen und anderen brachyzephalen (kurzköpfigen) Rassen verschlechtert sich die Kreislaufsituation besonders drastisch durch die rassetypisch verengten Atemwege.

 

Es entstand binnen kurzer Zeit ein lebensbedrohlicher Zustand, der nur durch den umgehenden Transport in die Klinik und den schnell eingeleiteten Gegenmaßnahmen behoben werden konnte. Dazu gehörten das Auflegen feuchter Tücher und eine intravenöse Tropfinfusion. Auf unserer klimatisierten Station erholte sich "Lina" schnell und konnte bald wieder entlassen werden.

 

Dauer Außentemperatur (°C)
21 24 27 29 32 35
0 Min. 21 24 27 29 32 35
10 Min. 32 34 37 40 43 46
20 Min. 37 40 43 46 48 51
30 Min. 40 43 46 48 51 54
40 Min. 42 45 48 51 53 56
50 Min. 44 47 49 52 55 58
60 Min. 45 48 51 53 56 59
> 1 Std. 46 49 52 54 57 60

 

"Lina" hatte noch Glück, aber dieser Fall zeigt, daß Hunde bei hohen Außentemperaturen schnell lebensgefährliche Kreislaufprobleme bekommen. Brachyzephale Rassen sind besonderem Risiko ausgesetzt. Übrigens kann auch eine Runde am Fahrrad in der Mittagspause ähnliche Folgen haben!
Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Ihr eigenes Tier in eine solche Notlage geraten, können Sie bereits vor Ort durch Abkühlen mit Hilfe feuchter Tücher vor dem Transport in die Klinik erste Hilfe leisten.

 

10.02.2014
Tierklinik Egelsbach präsentiert Internetauftritt mit neuem Design
 
Die komplett neue Homepage stellt das 30köpfige Team, das Leistungsspektrum und die Kompetenzen der Tierklinik Egelsbach umfassend und verständlich dar.
Strukturiert und sofort erkennbar sind auf jeder Seite die wichtigsten Kerndaten, wie Notfallnummer, Kontaktinformationen und Öffnungszeiten platziert.
Die Navigation ist übersichtlich in einzelne Kernbereiche aufgegliedert. Besucher finden sich dadurch schnell zurecht. Tierhalter und überweisende Tierärzte gelangen ohne Umwege direkt zu den Informationen, die sie suchen.
Abrufbar ist Wissenswertes zu Behandlungsmöglichkeiten und Fachqualifikationen sowie praktische Informationen und Antworten zu Fragen rund um die Terminvereinbarung oder die Untersuchung. Anhand der vielen Fotos kann der Nutzer sich bereits vor dem Besuch ein Bild von den behandelnden Ärzten und der Klinik machen.
Die Neugestaltung des Internetauftritts ist Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Tierklinik Egelsbach seit ihren Anfängen 1991. Betreut wird die Homepage durch stoermer.de - einer Webagentur aus Modautal bei Darmstadt. Bei Fragen und Anregungen zum neuen Internetauftritt wenden Sie sich gerne an: info[at]kleintierklinik-langen.de

 

FALL DES MONATS: JUNI
Kippfenster-Syndrom

 

Im Notdienst wurde uns der Kater Joschi wegen gelähmter Hintergliedmaßen vorgestellt. Die Besitzer haben ihn zu Hause eingeklemmt im gekippten Fenster vorgefunden und ihn sofort zu uns gebracht.

Bei der ersten Vorstellung kam Joschi im Schockzusand, er war stark untertemperiert, die Herz- und Atemfrequenz war erhöht. Die Hintergliedmaßen waren kalt und gelähmt, Anal- und Schwanztonus waren noch vorhanden.

Zur Stabilisierung und weiteren Behandlung haben wir den Kater stationär aufgenommen. Neben Gabe von Analgetika und einer bilanzierten Tropfinfusion haben wir weiterführende Untersuchungen eingeleitet: Zur Abklärung von möglichen Frakturen der Lendenwirbelsäule und der Hüfte haben wir ein Röntgenbild angefertigt, um innere Verletzungen zu diagnostizieren, führten wir eine Ultraschalluntersuchung sowie eine Blutuntersuchung durch.

 

Glücklicherweise konnten wir weder Frakturen noch innere Blutungen feststellen.

 

Das Kippfenster-Syndrom entsteht, wenn die Katze versucht durch das gekippte Fenster nach draussen zu gelangen und sie - meistens am Becken - hängen bleibt. Bei den Versuchen, sich zu befreien rutscht die Katze immer tiefer in den enger werdenden Spalt und Bauch, Hüfte und Hintergliedmaße werden immer weiter eingeklemmt. Je länger die Katze in dieser Lange bleibt, desto gravierender sind die Verletzungen wie Quetschungen, innere Verletzungen (Nervenquetschungen, Blasenruptur, Blutungen) und mangelnde Blutsorgung der jenseits eingeklemmten Hintergliedmaße.

 

Joschi robbte die ersten Tage nur auf den Vorderpfoten dahin und setze keinen Urin ab, die nächsten Tage und Wochen erholte er sich unter der intensiven medizinischen Betreuung zunehmend. Letztlich dauerte es Monate und viel physiotherapeutische Übungen bis auch die rechte Hintergliedmaße, die lange Lähmungserscheinungen zeigte, wieder gesund war.

 

Sollten Sie Ihre Katze aus Versehen im Kippfenster vorfinden, befreien Sie sie behutsam nach oben hin aus dem Spalt und bringen sie umgehend zum Tierarzt!

 

Dieser Fall zeigt, wie wichtig es ist, die Fenster nie gekippt zu lassen!

 

 

FALL DES MONATS: APRIL
Lebensbedrohliche Magen-Darm-Probleme durch Knochenfütterung bei einem Hund

 

Seppl, ein 8-jähriger Rehpinscher, wurde uns wegen blutigen Durchfall in der Sprechstunde vorgestellt. Neben seinem üblichen Hundefutter hat er auch einen Markknochen bekommen, und seitdem ging es ihm zunehmend schlechter.

 

Bei der allgemeinen Untersuchung war Seppl schlapp, der Bauch sehr schmerzhaft und die Körpertemperatur zu niedrig. Zur weiteren Abklärung haben wir ein Röntgenbild angefertigt und eine Blutuntersuchung eingeleitet. Seppl zeigte eine leichte Nierenwerterhöhung und eine hochgradige Dehydratation (Austrocknung), beim Röntgenbild sahen wir eine starke Anschoppung von Knochenkot.

 

 

Zur Stabilisierung haben wir Seppl stationär aufgenommen, eine Infusionstherapie eingeleitet und mit ihn mit Medikamenten versorgt. Leider hat sich am nächsten Tag sein Zustand nicht verbessert, er war weiterhin schlapp und erbrach sich zusätzlich kontinuierlich. Bei den erneut angefertigten Röntgenbildern hat sich der Knochenkot nicht weiterbewegt, und im Ultraschall ließ sich keinerlei Darmperistaltik mehr darstellen.

 

Um diese massive Anschoppung zu beseitigen, mussten wir eine Laparotomie durchführen (Eröffnung des Bauchraumes). Leider ließ sich der Knochenkot nicht allein durch vorsichtiges Massieren weiterbewegen, sondern wir waren gezwungen, den Darm operativ zu eröffnen, um diese Knochenreste zu entfernen.

 

Nach der Operation musste Seppl sehr intensiv betreut werden, da sich der Darm nur langsam erholte und der Rüde weiterhin erbrach und an Appetitlosigkeit litt. Nach einer Woche stationärer Betreuung konnte er gesund und munter nach Hause entlassen werden.

 

Wie dieser Fall zeigt, führt das Füttern von Knochen zu massiven, oftmals lebensbedrohlichen Magen-Darm-Problemen, weshalb wir davon dringend abraten!

 

 

FALL DES MONATS: MÄRZ
Pseudoheramphroditismus (Zwitterbildung) bei einem Hund

 

"Max" wurde uns im Alter von 6 Jahren vorgestellt.
Ursprünglich kommt er aus Spanien und wurde von seinen Besitzern bereits kastriert übernommen.
Bis auf Verdauungsprobleme in der Vergangenheit hatte er nie gesundheitliche Probleme, allerdings verhielt er sich in den letzten Monaten ängstlicher als normal und wollte seit 4 Tagen kaum fressen!
"Max" zeigte auch Probleme beim Kotabsatz und wollte nur noch das Nötigste laufen, hob sein Beinchen nicht mehr beim Urinabsatz.

 

Bei der Untersuchung erschien "Max" Bauch etwas dicker, aber nicht schmerzhaft, seine Brustwarzen waren vergrößert, was ungewöhnlich für einen Rüden ist.
Der Penis war unauffällig, die Prostata vergrößert, aber nicht schmerzhaft.
 
Bei einem Ultraschall zeigte sich im Bauch eine undefinierbare Masse, die keinem der Organe zugeordnet werden konnte.
 
Da Tumorverdacht bestand und es "Max" schlechter ging, wurde eine Laparotomie durchgeführt um in seinen Bauch zu schauen.
Was dort zu sehen war, war erstaunlich:
Im Bauch zeigte sich auf der rechten Seite ein stark vergrößerter Hoden, der offensichtlich nicht in den Hodensack abgestiegen war und sich durch die hohe Temperatur im Körperinneren vergrößert hatte.
Außerdem stand der Hoden in direkter Verbindung mit einem Gewebe, das wie Eierstock und ein Gebärmutterhorn aussahen!
Das Gebärmutterhorn war angebildet und eitergefüllt.
 
Der im Bauchraum liegende Hoden, der Eierstock und das Gebärmutterhorn wurden entfernt und zur histologischen Untersuchung eingeschickt.
 
Die histologische Untersuchung ergab, dass der Hoden vermutlich infolge der Lage im Bauchraum tumurös verändert war, jedoch ist da Risiko einer Metastasierung durch die Entfernung sehr gering.
Das Gewebe neben dem Hoden stellte sich tatsächlich als Eierstocks- und Gebärmutterhorngewebe dar, dieses war entzündet, weshalb es "Max" so schlecht ging.
 
Bei "Max" liegt somit also ein seltener sogenannter weiblicher Pseodohermaphroditismus vor.
Hierbei stimmt sowohl das chromosomale Geschlecht als auch das gonadale Geschlecht, welches die inneren Genitalien bestimmt, nicht mit dem genitalen Geschlecht, also den äußeren Genitalien, überein.
 
Es gibt zwei Arten des Pseudohermaphroditismus: masculinus (männlich) und femininus (weiblich). Beim männlichen Pseudohermaphroditismus ist das gonadale Geschlecht männlich, das äußere Erscheinungsbild aber weiblich, während es beim weiblichen Pseudohermaphroditismus umgekehrt ist.
 
Nach dem Abheilen der OP Wunde geht es "Max" wieder sehr gut und er ist weniger schreckhaft.

 

FALL DES MONATS: FEBRUAR
Lahmheit bereits in ganz frühem Alter

 

Röntgen

 

CT

 

CT 3D

 

intraoperativ: Knorpeldefekt medialer Talus

Der 1 Jahr alte Beagle Franz kam zu uns in die Klinik, weil seinen Besitzern auffiel, dass Franz schon in ganz frühem Alter nicht gut mit dem rechten Hinterbein laufen konnte.
 
Bei der Untersuchung zeigte sich eine deutliche Schwellung und Lahmheit des Sprunggelenks.
 
Da Franz nicht zufriedenstellend auf eine Schmerztherapie ansprach, wurde zu einer weiteren diagnostischen Abklärung geraten.
 
Dazu wurden in einer CT Untersuchung Schnittbildaufnahmen vom Sprunggelenk angefertigt. Mit Hilfe der CT Bilder konnten Schäden am Gelenkknorpel festgestellt werden.
 
Diese Erkrankung heißt OCD (Osteochondrosis dissecans) und ist normalerweise eher bei größerwerdenden Rassen und häufiger im Schulter- oder Ellbogengelenk zu finden.
 
Durch die Knorpelschädigung kann es zur Ablösung des betroffenen Knorpels kommen. Das führt zu einer schmerzhaften Entzündung des Gelenks und Lahmheit.
 
Mögliche Ursachen sind Traumata, aber auch Fehler in der Fütterung des Hundes im Wachstum sind von großer Bedeutung.
 
Aufgrund dieses Befundes wurde Franz am Sprunggelenk operiert.
 
In der OP wurden mehrere kleine Knorpelfragmente aus dem Gelenk entfernt, die Franz beim Laufen gestört haben.
 
Diese freien Knorpelstücke führten durch Reibung auf den Gelenkflächen zu einer Schädigung des Gelenkknorpels.
 
Wird die Erkrankung schnell erkannt und früh behandelt, kann man ein weiteres Fortschreiten und Schädigung des Knorpels vorbeugen, jedoch kann auch dann die Bildung von Arthrosen nicht ganz verhindert werden.
 
Franz geht es nach der erfolgreich durchgeführten OP schon besser.